Interdisziplinäre Zahnheilkunde

Interdisziplinäre Behandlung von Kiefergelenk und Zähnen: CMD-Aufbissschiene und vieles mehr

gressmann_CMD_schmerztherapie

Eine CMD-Aufbissschiene ist das Mittel der Wahl zur Behandlung einer Fehlbisslage, der Cranio-Mandibulären Dysfunktion (CMD). Sie ist aber auch ein möglicher Behandlungsschritt im Rahmen der funktionellen Therapie von Schmerzen. Unsere Zahnärzte sind spezialisiert auf diese ganzheitliche, interdisziplinäre Behandlungsmethode. Akute und chronische Schmerzen können viele Ursachen haben. Körperliche Verschleißerscheinungen, z.B. an den Gelenken, aber auch falsche Bewegungsabläufe oder Fehlhaltungen können diese Schmerzen auslösen. In der funktionellen Therapie von Schmerzen geht es auch darum, die richtige Körperhaltung und den natürlichen Bewegungsablauf wiederherzustellen. Dies ist oft nur mit einer vorübergehend zu tragenden, angepassten Aufbissschiene (OAS) möglich.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Experten aus verschiedenen Fachbereichen zeitgleich und gemeinsam am Patienten zusammenarbeiten, damit nicht nur ein Symptom einzeln behandelt wird, sondern der gesamte Körper des Betroffenen effizient therapiert werden kann. Das Zusammenspiel der einzelnen Körperteile steht dabei im Mittelpunkt. Daher ist die Schmerztherapie interdisziplinär und vielschichtig: Ärzte, Physiotherapeuten und weitere medizinische Experten entwickeln gemeinsam einen effektiven Behandlungsplan für den Schmerzpatienten.

Häufig vorkommende Beschwerden

Häufig vorkommende Beschwerden der Cranio mandibulären Dysfunktion (CMD)

• Schmerzen, Verspannungen, Blockierungen vor allem im Bereich der Wirbelsäule, insbesondere im Schulter-Nacken-Bereich und der unteren Lendenwirbelsäule

• Kopfschmerzen, Schwindel

• Missempfindungen im Bereich der Arme und Beine (z.B. Kribbeln oder Ähnliches)

• Ohrenschmerzen, Tinnitus, Hörminderung

• Gelenkbeschwerden (z.B. Schulter-, Ellenbogen-, Hüftgelenke, etc.)

• Funktionelle Beinlängendifferenz (scheinbar unterschiedlich lange Beine)

• Schmerzen in den Kiefergelenken, oder im Ober- und Unterkiefer

• Gesichtsschmerz (auch der „atypische Gesichtsschmerz), Migräne

• Schnarchen, Schlafstörungen bis hin zur Schlafapnoe

• Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Globusgefühl

• Sehstörungen

• Vegetative Störungen im Bereich der inneren Organe

Woher kommen die Schmerzen?

Der Mensch zwischen Kopf und Fuß

Funktionelle Therapie von Schmerzen bedeutet Fehler in der Statik unseres Körpers zu behandeln und somit die gestörte „Bio-Mechanik“ unseres Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Ursachen hierfür sind meist vielfältig, selten findet sich nur ein Auslöser Ihrer Beschwerden. Vergleichbar mit einem komplizierten Uhrwerk können selbst kleinste Veränderungen große Auswirkungen haben, d.h. (biomechanische) Störungen verursachen, die sich durch den ganzen Körper ziehen und am Ende Ihre Beschwerden auslösen.

Das Kiefergelenk und die Zähne beeinflussen die Statik des gesamten Körpers und nicht nur der Wirbelsäule, genauso wie Fußfehlstellungen oder z. B. ein Gelenkverschleiß im Hüft- oder Kniegelenk.

Neben vielen weiteren Faktoren, wie z. B. einer Fehlsichtigkeit oder Störungen im Magen-Darm-Trakt (z. B. das sog. Reizdarmsyndrom) ist das Kiefergelenk bei chronischen Schmerzen als auslösende Ursache in ca. 80% der Fälle mitbeteiligt.

Interdisziplinäre Behandlung von CMD

Interdisziplinäre Behandlung von Cranio-Mandibulärer Dysfunktion (CMD)

Was viele Betroffene oft nicht wissen: Kiefergelenk und Zähne beeinflussen die Statik des gesamten Körpers – und nicht nur die der Wirbelsäule. Genauso wie eine Fußfehlstellung oder ein Gelenkverschleiß im Hüft- oder Kniegelenk zu Körperfehlhaltungen und dadurch zu Schmerzen führen können, kann eine Fehlbisslage das Gleichgewicht des Bewegungsapparats stören.

Speziell bei Zwangsbissführungen, Fehlbisslagen, CMD arbeiten unsere Zahnärzte eng mit Orthopäden / Kieferorthopäden und Osteopathen zusammen. Gemeinsam wird dann entschieden, ob die Anfertigung einer an den Patienten angepassten, orthopädisch adjustierten CMD-Aufbiss-Schiene notwendig ist. Bei Bedarf werden Ärzte weitere Fachbereiche, z.B. der Augenheilkunde, der Hals-,Nasen- und Ohrenheilkunde, der Neurologie oder der Inneren Medizin usw. hinzugezogen.

Weiterführende Maßnahmen

Weiterführende Maßnahmen in der CMD-Therapie

Um langfristige Erfolge zu garantieren ist oft eine Kombination einer zahnärztlich-kieferorthopädischen Behandlung mit weiterführenden Maßnahmen sinnvoll. In der CMD-Therapie kann Physiotherapie zur Behandlung von muskulären Ungleichgewichten, der Fehlstatik und der gestörten Bio-Mechanik ergänzt werden. Zusätzlich empfehlen wir je nach Bedarf eine Cranio-Sakral-Therapie.

Unterstützend sollten Fußfehlstellungen oder Veränderungen des Gangbildes durch eine orthopädische Schuh- und Einlagenversorgung ausgeglichen werden. Auch die Logopädie ist ein wichtiger Baustein in der komplexen Therapie.

Fussfehlstellungen

Videos und Interviews zu der CMD-Behandlung